Industrial Automation

Neues Standbein in Oberpfaffenhofen

16.3.2017

© Foto Fraunhofer EMFT

Das Schulungs- und Analytikzentrum Oberpfaffenhofen, bisher Teil des Fraunhofer IZM in Berlin, wurde zum 1. Januar 2017 in die Fraunhofer EMFT integriert. Die Münchner Forschungseinrichtung holt sich mit dem zehnköpfigen Team erfahrene Experten in den Bereichen Interconnect Systems, mechanische Anschlusstechnik sowie Analytik und Zuverlässigkeit ins Boot. Schwerpunktmäßig befassen sich die Forschenden am Standort in Weßling / Oberpfaffenhofen mit der Bordnetzverbindungstechnik für Automobil, Raumfahrt und Anlagenbau – Industriezweige, die in der Region stark vertreten sind und aktuell im Zuge der Digitalisierung (Stichwort Industrie 4.0) vor vielfältigen technologischen Herausforderungen stehen. Mit der Verstärkung aus Oberpfaffenhofen ist die Fraunhofer EMFT ab sofort noch besser aufgestellt, um das Trendthema Digitalisierung gemeinsam mit Anwendern und Kunden aus der Industrie mitzugestalten: Insbesondere zu den EMFT-Geschäftsfeldern »Flexible Systeme« und »Circuits and Systems« ergeben sich wertvolle Synergien, um innovative Lösungen zu entwickeln. So lassen sich etwa gedünnte Sensoren und ICs auf Folie in ein Steckergehäuse integrieren, um Degradationen des elektrischen Kontaktes sowie die Alterung der Kunststoffgehäuse zu überwachen. Ein anderes Beispiel sind neuartige Mess- und Analysetechniken, mit denen sich die Zuverlässigkeit von Komponenten der Bordnetztechnik autonomer Fahrzeuge beschreiben lässt.

Neben ihren Forschungsaktivitäten betreibt die Gruppe in Oberpfaffenhofen ein von der Industrie geschätztes Weiterbildungszentrum für elektrische Verbindungstechnik. Der Schwerpunkt liegt auf der beruflichen Weiterbildung von QS-Verantwortlichen, Facharbeitern und Werkern. Die Fraunhofer Gesellschaft förderte die Schulungsaktivitäten dabei mit zwei Praxislaboren »Crimpen für die Industrie« und »Kabelbaumverarbeitung «.