Industrial Automation, Information and Communication, Sensorik und Sensorsysteme

Clever überwacht – drahtlose Überwachung für sicherheitskritische Industrieanlagen

15.5.2017

© Foto Fraunhofer IPMS

RFID-Sensor-Transponder lassen sich auch an schwer zugänglichen Orten oder rotierenden Maschinenteilen anbringen.

Ausfälle und ungeplante Wartungsarbeiten an sicherheitskritischen Industrieanlagen sind in der Regel mit hohen Kosten für den Betreiber verbunden. Häufig kündigen sich diese Ausfälle bereits im Vorfeld durch untypische Betriebsparameter wie steigende Temperaturen, eindringende Feuchtigkeit oder Druckverlust an. Ein am Fraunhofer IPMS entwickeltes flexibles Überwachungssystem misst genau diese Parameter, wertet sie aus und leitet Ausfallrisiken für die Anlagen ab. Wartungsarbeiten lassen sich so kostensparend genau dann durchführen, wenn ein konkreter Bedarf besteht.

Die Entwickler in Dresden haben ein flexibles Systemkonzept entwickelt, um Maschinen im Industrieumfeld mit Hilfe von Radio Frequency Identification (RFID)-Sensorik zu überwachen. Durch die kontinuierliche draht- und batterielose Messung sowie einer intelligenten Sensordatenanalyse können Ausfallrisiken rechtzeitig erkannt und Wartungszeiten optimiert werden.

Das Fraunhofer IPMS setzt bei dieser Lösung auf eigene RFID-Transponderschaltkreise. Diese verbinden Sensoren beispielsweise für Temperatur, Feuchtigkeit, Druck oder Licht mit passiven RFID-Schnittstellen. »Die Nutzung von RFID hat den Vorteil, dass für deren Betrieb weder Kabel noch Batterien notwendig sind, weil die benötigte Energie vollständig aus dem elektromagnetischen Feld eines externen Lesegerätes bezogen wird. Sie sind vollständig wartungs- und potentialfrei, haben eine nahezu unbegrenzte Lebensdauer und lassen sich auch an schwer zugänglichen Orten oder rotierenden Maschinenteilen anbringen «, erläutert Dr. Frank Deicke, Leiter des Entwicklerteams am Fraunhofer IPMS.