Das letzte Wort ... hat heute Natasha Walker

6.3.2017

© Foto privat

Frau Walker, woran arbeiten Sie gerade?

Ich moderiere eine globale Gruppe von Praktikern und Politikern aus Afrika, dem Nahen Osten und Europa. Ziel ist die Entwicklung digitaler und konventioneller Strategien zur Bekämpfung von Jugendarbeitslosigkeit. Gleichzeitig bereite ich mich auf einen großen Organisationsentwicklungsprozess für ein globales Unternehmen vor und bin in einem anderen Projekt dabei, binationale Dialoge zu konzipieren und überall in Europa zu moderieren. Hier entwickeln Experten einen »Neuen Pakt für Europa«.

Vor einiger Zeit moderierte ich zum Wochenstart eine große Veranstaltung des Mannheimer Oberbürgermeisters mit ausländischen Studierenden, die sich überlegen, ihre Zukunft in der interkulturellen Stadt am Rhein zu verbringen. Zwei Tage später war ich dann in Brüssel und moderierte die multilaterale Steuerungsgruppe des EU-Programms »Better Migration Management « und meine pro bono Arbeit brachte mich zum Ende der Woche nach Paris, wo ich das internationale Leadershipteam des social impact Unternehmens »Dialog im Dunkeln« moderierte. Meine Arbeit ist vielseitig!

Welches Fraunhofer-Projekt finden Sie besonders spannend?

Ich bin immer begeistert davon, wie Mikroelektronik die Lebensqualität verbessert. Zum einen im Bereich der Diagnostik (z. B. Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS), aber auch bei neuen Ideen für die Altersvorsorge (z. B. Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS). Vor ein paar Wochen lernte ich Professor Jan Stallkamp, den Leiter der Fraunhofer PAMB in Mannheim kennen – ein begeister Forscher, der großen Spaß daran hat, internationale Studierende für eine Forschungskarriere zu motivieren!

Welche Erfindung möchten Sie im Alltag nicht mehr missen?

Natürlich MP3, aber auch die versteckten Fraunhofer-Innovationen in Autos führen zu wichtigen Effizienzen und fördern Emissionsreduktionen. Das ist mir auch sehr wichtig.

Wofür hätten Sie gerne mehr Zeit?

Sowohl für Abenteuer als auch für ruhige Zeiten mit meiner Familie. Und auch für Klavier und Geige sowie für das Schreiben. Zusammen mit meiner ehemaligen Professorin aus Oxford diskutiere ich in einem von ihr gegründeten Forum über Literatur – zudem schreiben wir auch selbst Texte.

Ein Blick in die Zukunft: Was möchten Sie in fünf oder zehn Jahren erreicht haben?

Glückliche und zufriedene Kinder, Beziehung und Kunden. Und einen nützlichen Beitrag zur Förderung von Sozialunternehmern, die die größten sozialen Missstände der Welt unternehmerisch und innovativ bekämpfen. Ich möchte weiterhin durch meine Arbeit inspiriert werden und viel positive Energie in die verschiedenen Prozesse gepumpt haben, die ich begleite. Außerdem möchte ich einen Teil des Jahres am Meer verbringen.

Welcher Song dürfte auf dem »Soundtrack Ihres Lebens« nicht fehlen?

Laschia ch’io pianga, aber auch Girlfriend in a Coma von The Smiths.

Und zu guter Letzt. Verraten Sie uns noch Ihr Lebensmotto?

Dankbarkeit schafft Energie.

Zur Person:

Natasha Walker ist Kommunikationsberaterin mit Schwerpunkt Moderation in Veränderungsprozessen. Nach ihrem Philologiestudium an der University of Oxford baut sie auf über 20 Jahre internationale Erfahrung – seit 2010 mit ihrer eigenen Firma NWA. Sie berät Unternehmen und SME, Stiftungen, die EU Kommission, die UN, Bundesministerien sowie wissenschaftliche Einrichtungen bei komplexen Dialogprozessen. Auch dem Fraunhofer-Verbund Mikroelektronik ist sie seit vielen Jahren verbunden. Zuletzt moderierte sie die Veranstaltung zum Verbundjubiläum. Sie ist für ihre Großgruppenmethoden und für die Moderation von Expertengremien in Unternehmen und zu gesellschaftspolitischen Themen im In- und Ausland gefragt.