Virtueller OP-Saal

18.3.2019

© Fraunhofer IIS

»HandsOn.surgery«-Trainer: virtueller Knochen mit Risikostrukturen und Fräse (r. o.), Haptikarm zum virtuellen Fräsen (r. u.).

Das Fraunhofer IIS hat mit Partnern aus Industrie und Forschung den OP-Trainer »HandsOn.surgery« entwickelt.

Dieser bildet die Physiologie der Patientinnen und Patienten auf Grundlage von CT-Daten präzise nach. Chirurginnen und Chirurgen können sich so individuell auf Eingriffe in der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, Orthopädie und anderen Bereichen vorbereiten. Da die Simulationen mit geringem Aufwand beliebig oft wiederholt werden können, eignen sie sich ebenso für Aus- und Weiterbildungszwecke bzw. zum Trainieren der Routine, um OP-Zeit und Verletzungsrisiken zu minimieren.

Force Feedback, originale Soundaufnahmen sowie ein brillenloser 3D-Monitor bilden die OP-Situation optisch, haptisch und akustisch nach. Die intuitive Werkzeugauswahl via Touchscreen erleichtert dabei den Zugang. Auf der MEDICA 2018 konnten sich interessierte Besucherinnen und Besucher bereits von der Funktionalität des Systems überzeugen. Expertinnen und Experten haben den Simulator am Rande des 19. Erlanger Felsenbeinkurses evaluiert.

Über »HaptiVisT«

Das Produkt wurde im Rahmen des Projekts »HaptiVisT« entwickelt, in dem neben dem Fraunhofer IIS die folgenden Partner beteiligt sind:

• szenaris GmbH (Verbundkoordinator)

• Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde des Universitätsklinikums Leipzig

• Klinik und Poliklinik für Unfallchirurgie des Universitätsklinikums Regensburg

• Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg

• SeeFront GmbH

• Haption GmbH

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.