Sensorsystem für die Abwasserüberwachung

9.11.2018

© Fraunhofer IZM / Volker Mai

Durch den modularen Aufbau kann das Sensorsystem individuellen Bedürfnissen angepasst werden.

Im Rahmen des Projekts »microMole« arbeitet das Fraunhofer IZM an einem System zur umfassenden Überwachung von Abwassersystemen.

Das System misst eigenständig Umweltparameter wie pH-Wert, Leitfähigkeit und Temperatur. Die verschiedenen Funktionen von der Sensorik bis zum Energiespeicher sind auf einzelne individuell kombinierbare Module verteilt. Diese sind auf einem Stahlring angebracht, der außerdem der mechanischen Fixierung im Kanal dient. Funkmodule erlauben dabei die Funkkommunikation zwischen mehreren Ringen im Abwasserrohr.

Für den energieautarken und wartungsfreien Betrieb des Systems wird gemeinsam mit dem Fraunhofer IIS ein thermoelektrischer Energie-Harvester entwickelt. Optimierte Schaltungen und ein Sampling-Algorithmus, der einzelne Sensorfunktionen nur unter zuvor festgelegten Bedingungen aktiviert, minimieren den Energieverbrauch. Speziell entwickelte Gehäuse schützen die Sensorik vor durchfließendem Abwasser, ohne den für die Messungen notwendigen Kontakt einzuschränken; Verstopfungen sind dabei weitestgehend ausgeschlossen. Die Funktionalität des Sensorsystems hat sich bereits in ersten Labor- und Feldtests bewährt. Nun gilt es, die einzelnen Bestandteile weiter zu optimieren.

Das microMole-Projekt wird von der Europäischen Union im Rahmen des »Horizont 2020«-Programms gefördert.