Europäische Forschungskooperation: Low- Power-Chips für mobile KI-Anwendungen

7.10.2019

© imec

Im EU-Projekt TEMPO arbeiten u. a. die Fraunhofer EMFT sowie das Fraunhofer IIS und IPMS an der Entwicklung von Prozesstechnologie- und Hardwareplattformen für zukünftige Anwendungen im Bereich neuromorphes Computing.

Künstliche Intelligenz und Algorithmen für maschinelles Lernen finden zunehmend Eingang in unsere alltäglichen Anwendungen. Gegenwärtig verarbeiten High-End-Serverparks die Daten in der Cloud. Das Senden der Daten in die Cloud kostet jedoch Energie und Zeit und kommt aus Datenschutzgründen oftmals nicht in Frage. Deshalb erfordern Anwendungen für künstliche Intelligenz eine energieeffiziente und lokale Verarbeitung.

Im EU-Projekt TEMPO (Technology & hardware for nEuromorphic coMPuting) arbeiten 19 Partner aus Industrie und Forschung an der Entwicklung von Low-Power-Chips. Die Chips nutzen neue Speichertechnologien für das neuromorphe Rechnen und ermöglichen es, Anwendungen auf batteriebetriebenen Mobilgeräten statt in cloudbasierten Server-Racks auszuführen. Mit Hilfe dieser Technologien soll eine europäische KI-Hardwareplattform aufgebaut werden. Dank MRAM- (imec), FeRAM- (Fraunhofer) und RRAM-Speichern (CEA-Leti) können Beschleuniger sowohl für gepulste neuronale Netze als auch für tiefe neuronale Netze in acht verschiedene Anwendungsfelder implementiert werden; darunter Konsumgüter, Mobilität und Medizin.

TEMPO startete im April 2019 und ist auf eine Laufzeit von drei Jahren angesetzt. Aus dem Fraunhofer-Verbund Mikroelektronik sind die Fraunhofer-Institute EMFT, IIS und IPMS beteiligt. Das Projekt wurde vom Gemeinschaftsunternehmen ECSEL (Electronic Components and Systems for European Leadership) finanziert.