Mobility and Urbanization

IP-Designs erhalten Sicherheitszertifikat

7.2.2020

In modernen Autos sind Fahrende nicht mehr allein. Komplexe elektronische Systeme wie Fahrassistenz oder ABS unterstützen sie und greifen notfalls in die Lenkung ein.

© MEV Verlag
Elektronische Systeme wie Fahrassistenz oder ABS sind das Herzstück eines Automobils.

Bei der Entwicklung der elektronischen Sicherheitssysteme werden IP-Cores – fertige Entwicklungseinheiten – verwendet, welche die Datenprozesse steuern. Dabei müssen die IP-Designs, die wie Schaltpläne funktionieren, einen hohen Sicherheitsanspruch erfüllen.

Um die Funktionalität, Sicherheit und Zuverlässigkeit der Systeme zu gewährleisten, wurde im Jahr 2011 die Zertifizierung ISO- 26262 ins Leben gerufen. Sie spezifiziert die Sicherheitsanforderungen an elektronische Systeme auf die besonderen Anforderungen im Automobilbereich, damit Hardwareausfälle verhindert und unter Kontrolle gebracht werden können. Das Fraunhofer IPMS hat nun die eigens entwickelten CAN Controller IP-Cores CAN FD und CAN 2.0B nach dieser ISO-Norm für das Level ASIL B zertifizieren lassen. Systemingenieurinnen und -ingenieure können die IPCores nun mit der Gewissheit verwenden, dass diese in Sicherheitsanwendungen konform zu ASIL A und ASIL B Systeme eingesetzt werden können. Das System kann durch die 32-Bit Controller-Schnittstelle (8 Bit und 16 Bit, sowie AMBA APB und AHB optional), voll-synchroner Beschreibung sowie modernem Clock-Domain-Crossing flexibel in einzelne Steuergeräte oder Schaltkreise (System- on-Chip, FPGA) implementiert werden.

Damit ist das Fraunhofer IPMS weltweit das erste Institut, welches ein CAN 2.0b bzw. CAN FD IP-Design entwickelt hat, das nach dieser Norm zertifiziert wurde. Das Design war eines der ersten CAN IP Cores am Markt und wurde bereits in zahlreiche ASIC- und FPGA Designs integriert. Mehr als 100 Kunden haben das IP-Design bereits erfolgreich in Verwendung.