Das letzte Wort … hat heute Dr. Ramona Ecke vom Fraunhofer ENAS

11.12.2018

© Fraunhofer ENAS

Dr. Ramona Ecke.

© privat

Dr. Ramona Ecke mit den Doktorandinnen Deng Junwen (l.) und Si Wenping (r.) auf dem Huangpu River in Shanghai.

Frau Dr. Ecke, woran arbeiten Sie gerade?

Das sächsische Leistungszentrum »Funktionsintegration für die Mikro-/Nanoelektronik« war eins der Piloten. Wir befinden uns gerade in der Übergangsphase zum Transferzentrum und bereiten die thematische Profilierung der nächsten Förderperiode vor. Ich koordiniere die fachliche Abstimmung am Institut und zur Technischen Universität Chemnitz als auch zu den anderen Kerninstituten (Fraunhofer IPMS, IIS / EAS und IZM-ASSID).

Welches Projekt von Kolleginnen und Kollegen aus einem (anderen) Fraunhofer-Institut finden Sie besonders spannend?

Ich bin ja auch in die »Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland (FMD)« involviert. Dabei erhält man viele Einblicke auch in die anderen Institute des Verbunds Mikroelektronik und die beiden beteiligten Leibniz- Institute IHP und FBH. Interessant dabei ist, wie unterschiedlich wir doch organisiert sind, von den Betreibungskonzepten der Reinräume über die Aufgaben der Forschenden und technischen Mitarbeiter für die Anlagen und Prozesse, bis zur Logistik.

Bei einer Weiterbildung im Juli habe ich aber auch eine Kollegin vom Wilhelm-Klauditz-Institut kennen gelernt, dem Institut für Holzforschung. Es ist schon interessant, was man aus Holz alles herstellen kann, vor allem unter Betrachtung als nachwachsender Rohstoff.

Welche Erfindung möchten Sie im Alltag nicht mehr missen?

Das MP3-Format. Es hat alle Berge von Kassetten und CDs verschwinden lassen. Und die Suche ist auch kein Problem mehr.

Wofür hätten Sie gerne mehr Zeit?

Ich habe mir dieses Jahr ein Motorrad gekauft, jetzt wo die Kinder groß sind. Zuerst hatte ich etwas Respekt, nach 20 Jahren wieder anzufangen. Aber am Ende ist es doch wie Fahrradfahren – man verlernt es nicht wirklich. Leider bleibt nur das Wochenende zum Fahren, und da könnte man auch noch so viel anderes tun.

Ein Blick in die Zukunft: Was möchten Sie in fünf oder zehn Jahren erreicht haben?

Auch in den nächsten fünf Jahren werden sowohl das Transferzentrum als auch die FMD zu meinen zentralen Aufgaben gehören. Beides sind institutsübergreifende Projekte und ich hoffe mit meiner Arbeit dazu beizutragen, auf diese Weise eine neue Art der Zusammenarbeit etabliert zu haben und dass das Bewusstsein, eine Einheit zu sein, verinnerlicht ist. Dann würde es mich auch freuen, wenn unsere ATTRACT-Gruppe um Prof. Heidemarie Schmidt, hier bin ich Mentorin, sich thematisch und technologisch etabliert hat und sich selbst trägt.

Welcher Song dürfte auf dem »Soundtrack Ihres Lebens« nicht fehlen?

Eigentlich mag ich es, wenn es still um mich rum ist. Ich höre kaum noch bewusst Musik. Auf meiner Playlist dürfte Gary Moore mit »Still Got the Blues« oder »Let Me Make Something In Your Life« nicht fehlen.

Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen?

Das Rosie-Projekt. Es geht um einen Mann, der auf wissenschaftlich exakte Weise die ideale Frau finden will. Dafür erstellt er einen 16-seitigen Fragebogen. Natürlich schafft keine Frau die 100 % und alles wird anders als geplant.

Und zu guter Letzt. Verraten Sie uns noch Ihr Lebensmotto?

Denke nicht so oft an das, was Dir fehlt, sondern an das, was Du hast!

 

 

Zur Person:

Dr. Ramona Ecke studierte Werkstoffwissenschaften an der TU BA Freiberg mit der Spezialisierung Anorganisch-Nichtmetallische Werkstoffe. Anschließend arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Mikrotechnologien der TU Chemnitz und promovierte 2006 auf dem Gebiet der Wolfram-basierten Diffusionsbarrieren für die Kupfermetallisierung. Im Anschluss war Dr. Ecke PostDoc im Internationalen Graduiertenkolleg »Materialien und Konzepte für fortschrittliche Metallisierungssysteme« mit der TU Chemnitz, der Fudan Universität und der Jiao Tong Universität in Shanghai, welches sie auch über die gesamte Laufzeit von zehn Jahren koordinierte. 2009 wechselte sie zum neugegründeten Fraunhofer ENAS als Gruppenleiterin im Bereich Prozessintegration und ist seit zwei Jahren stellvertretende Abteilungsleiterin »Back-End of Line«.